Zu den aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Solarbranche in Brandenburg erklärt der energiepolitische Sprecher:
Der Entwurf der Energiestrategie 2030 gibt die Richtung vor: Im Maßnahmekatalog sind drei Handlungsfelder für eine nachhaltige Solarenergieerzeugung genannt. Neben dem Aufbau einer Solarbörse zum Anbieten von Frei- und Dachflächen ist auch der verstärkte Einsatz von PV-Modulen mit Lärmschutzfunktionen entlang von ausgewählten Fernverkehrsstraßen avisiert. Neue Solarflächen sollen auch durch das Zusammenführen verschiedener Flächeninteressen gefunden werden. Letztlich aber sind Standorte (Stichwort Flächenkonkurrenz) und damit der Absatz auch in Brandenburg endlich. Durch den wachsenden Wettbewerb aus dem asiatischen Raum ist zu befürchten, dass die deutschen Hersteller dem anhaltenden Preisdruck vor allem aus China nicht gewachsen sind. Nicht nur in Brandenburg ist festzustellen, dass derzeit viele neue Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit Modulen aus China bestückt werden. Deshalb muss der Bund gemeinsam mit den Ländern eine Diskussion über den Fortbestand der deutschen Unternehmen initiieren. Insgesamt schrumpft der Solarzubau in Europa. In Asien dagegen gibt es Zuwachsraten. Die bisherigen Anstrengungen der Industrie im Bereich Forschung und Entwicklung sowie die vom Bund initiierte „Innovationsallianz Photovoltaik“ sind positive Ansätze; zeitnah werden sie aber nicht dazu führen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen. Einzelne Bundesländer sind überfordert, dauerhaft ihre Produktionsstandorte zu sichern. Erst recht eine Stadt wie Frankfurt (Oder). Deshalb müssen sich der Bund und die Länder auf Konzepte verständigen, damit die Solarbranche in Deutschland weiter eine Zukunft hat.