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Meine Schwerpunkte als Bürgermeister:

Foto eines Stadtplans von Perleberg und Infomaterialein der "Stadtkomplizen"

Um die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Kinder und Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren, besser an der Stadtpolitik zu beteiligen, möchte ich gemeinsam mit ihnen neue Formate entwickeln. So sind neue Formate der Kinder- und Jugendbeteiligung in Fragen der Stadtentwicklung und zu jugendspezifischen Themen zu entwickeln und umzusetzen. Regelmäßige Treffen mit dem Seniorenbeirat und eine enge Zusammenarbeit, Bürgerbefragungen und die Durchführung von Bürgerräten sind weitere Angebote, die ich verfolgen werde. Ebenso sollen Angebote unterbreitet werden, um eine frühzeitige Beteiligung der Stadtverordneten und der Bürgerinnen und Bürger bei der Erarbeitung von Konzepten und Planungen durch Werkstätten, Workshops, Klausurberatungen zu ermöglichen. Den Bürgerhaushalt und das Verfahren zur Aufstellung sowie zur Abstimmung werde ich in Abstimmung mit der Stadtverordnetenversammlung überarbeiten.

Die Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) ist zu bewerten und im Ergebnis weiterzuentwickeln. Dazu möchte ich sowohl Experten aus Denkmalschutz und Architektur hinzuziehen als auch Beteiligungsformate für Bürgerinnen und Bürger entwickeln. Die Nutzung des Förderprogramms "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" (ZIS) und der dazu gefasste Beschluss sind nur ein Baustein in der weiteren Innenstadtentwicklung. Ich werde die Einrichtung einer Stelle prüfen, die sich gezielt mit der Inanspruchnahme von Förderprogrammen beschäftigt, um die Entwicklung unserer Heimatstadt zu fördern. Perleberg braucht ein Konzept für die Errichtung von Ladeinfrastruktur für E-Mobilität und das Leihfahrradangebot, welches zu erhalten und auszubauen ist.

Historische Häuser am Markt in Perleberg
Straßenschild mit zwei Pfeilwegweisern mit der Beschriftung "Quitzow 4 km" und "Gewerbegebiet Quitzow"

Klein- und Mittelständische Betriebe bilden das Rückgrat der Wirtschaftsstruktur in Perleberg. Mit dem TGZ – Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz GmbH und der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz ist die Stadt als Gesellschafter in der Wirtschaftsförderung gut aufgestellt. Das entlastet aber nicht von der Verantwortung, dass sich der Bürgermeister der Stadt Perleberg um alle Unternehmen in der Stadt und um die Wirtschafts- und Gewerbeentwicklung kümmert.

Als Bürgermeister werde ich u. a. folgende Initiativen ergreifen:

  1. Unternehmerinnen und Unternehmer einladen, um in einem Wirtschaftsbeirat zur Beratung des Bürgermeisters mitzuarbeiten.
  2. Mit thematischen Wirtschaftsstammtischen möchte ich Unternehmerinnen und Unternehmer zu Diskussionen in Fragen der Stadt- und Wirtschaftsentwicklung gezielt einbeziehen.
  3. Nach einer Analyse der Verfügbarkeit von Gewerbeflächen soll eine Diskussion über die Weiterentwicklung der Gewerbeflächenangebote initiiert werden.
  4. Eine enge und verstetigte Zusammenarbeit mit der City Initiative, der WIW e. V. sowie dem Tourismusverband Prignitz e. V. ist unabdingbar und ist mir ein persönliches Anliegen.
  5. Die Arbeit des Regionalen Wachstumskerns und des TGZ soll transparenter und die Stadtverordnetenversammlung sowie die Bürgerinnen und Bürger besser informiert werden.

Unsere Grundschulen brauchen mehr Lehrerinnen und Lehrer. Deshalb müssen wir Praxissemestler*innen, Referendare und Referendarinnen für Perleberg besser unterstützen. Als Schulträger für die Grundschulen kann die Stadt Perleberg eine eigene und für das Gymnasium und die Oberschule mit dem Landkreis gemeinsam eine Initiative entwickeln, um Studierende für ein Praxissemester oder ein Referendariat in Perleberg zu gewinnen.

Dazu schlage ich vor:

1. Mit der GWG wird vereinbart, dass entweder eine Einraumwohnung oder ein Wohnungsverbund für Studierende im Praxissemester bzw. für Referendar*innen zur Verfügung gestellt wird.

2. Es wird eine Person benannt, die Studierende bei der Wohnungssuche und der Klärung notwendiger Rahmenbedingungen hilft.

3. Gemeinsam mit dem Landkreis wird eine gezielte Werbekampagne entwickelt, um sowohl an der Universität Potsdam als auch an Universitäten in angrenzenden Bundesländern, an denen Lehrkräfte ausgebildet werden, junge Menschen für unsere Region, für unsere Schulen zu gewinnen.

4. Nach einer Analyse der Raumkapazitäten und der Bedarfe an Unterrichts- und Funktionsräumen an unseren Grundschulen werde ich mit der Stadtverordnetenversammlung Lösungsangebote entwickeln.

5. Ich werde mich für die Sicherung der Schulkrankenschwestern und der Schulsozialarbeiter*innen einsetzen.

Grundschule "Geschwister Scholl" Perleberg
Kita "Piccolino" Perleberg

Der Rechtanspruch auf einen Kita-Platz muss zu jeder Zeit erfüllt sein. Deshalb sind die Kapazitäts- und Bedarfszahlen für die Perspektive auf den Prüfstand zu stellen, entsprechende Konsequenzen zu ziehen und ausreichend Mitarbeitende zu gewinnen. Den Kita-Ausschüssen werde ich die nötige Beachtung entgegenbringen, wenn nötig die Einrichtung der Ausschüsse befördern und sie stärker beteiligen.

Die Unterstützung der Feuerwehren wird bei mir ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Feuerwehrtechnik, Persönliche Schutzausrüstung und die nötige Ausstattung mit Hilfsmitteln ist eine Grundvoraussetzung zur Ausübung ihres Ehrenamtes. Dass die Stadt als Träger des Brandschutzes die Erfüllung dieser Aufgabe sicherstellt, bringt auch die Wertschätzung gegenüber den Kameradinnen und Kameraden zum Ausdruck. Deshalb ist die Ersatzbeschaffung von feuerwehrtechnischer Ausrüstung und der Einsatzausrüstung in Perleberg und den Ortsteilen zu fördern. Den Bau und die Finanzierung der Feuerwache in Perleberg werde ich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vorantreiben. Die Jugendwehren und die Brandschutzprävention an den Schulen genießen besondere Beachtung.

Ein umgerüsteter Rettungswagen mit der Aufschrift "Brandschutzmobil"
Eingangsbereich des Prignitzer Kreiskrankenhauses in Perleberg

"Ohne Gesundheit ist alles nichts" – so sagt man und deswegen ist gute gesundheitliche Versorgung in unserer Stadt wichtig. Deshalb ist eine enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der Kreiskrankenhaus Prignitz gGmbH und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten unabdingbar. Ein Ärztestammtisch und die Unterstützung bei der Entwicklung der KKH Prignitz Schule für Gesundheitsberufe sollen zu einer positiven Entwicklung beitragen. Ich werde Initiativen zur Sicherung von Facharztangeboten unterstützen und bei Nachfolgen von Arztpraxen im Rahmen der Möglichkeiten helfen.

Die Zusammenarbeit mit den sozialen Einrichtungen wie der Tafel, der Insolvenzhilfe, dem Frauenhaus, den Seniorentreffs etc. muss enger und gestärkt werden, um Beratungsangebote für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu erhalten und auszubauen. Dazu werde ich Integrationsinitiativen unterstützen und in der Verwaltung einen entsprechenden Anlaufpunkt schaffen.

Fassadenschild der Perleberger Tafel an einer Hauswand
Foto der Einfahrt der Feuerwehr Perleberg, auf dem Garagentor steht "Mitglieder brennend gesucht!"

Ohne Ehrenamt läuft beim Sport, in der Kultur, in Kinder- und Jugendarbeit, bei der Feuerwehr, im sozialen Bereich nichts. Als Bürgermeister werde ich eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen und Verbänden suchen. Dazu wird u. a. zu einem jährlichen Treffen mit allen Vereinsvorsitzenden eingeladen. Ich werde einen Vorschlag zur Überarbeitung der Richtlinien zur Förderung des Ehrenamtes (Sport, Kultur, Wohlfahrtspflege) vorlegen sowie die Ehrenamtskarte stärker in der Stadt verankern und weiterentwickeln, um so eine Wertschätzungskultur für das Ehrenamt zu entwickeln. Zusätzlich soll zu einem jährlichen Ehrenamtsempfang eingeladen werden.

Sportvereine leisten in Perleberg und in den Ortsteilen einen wichtigen Beitrag im Leistungs- und Breitensport, in der Jugendarbeit und für das gesellschaftliche Leben. Hier ist es für mich wichtig, einen engen Kontakt zu ihnen zu pflegen, wo es nötig und gewollt ist zu unterstützen und ich werde einen Vorschlag zur Überarbeitung der Sportförderrichtlinie vorlegen. Hierzu sollen die Vereine mindestens einmal im Jahr ins Rathaus eingeladen werden. Gemeinsam mit den Vereinen und der Stadtverordnetenversammlung möchte ich eine Sportunterstützungsstrategie entwickeln, in der sich u. a. die Sportstätten wiederfinden.

Spiel der Handball-Mannschaft SV Blau-Weiß Perleberg e. V. in der Perleberger Rolandhalle
Konzert des Straßenkunst-Festivals "PerleBAM" 2022 vor dem Perleberger Roland

Perleberg braucht eine Kultur- und Veranstaltungskonzeption, in der traditionelle Veranstaltungen wie die Lotte-Lehmann-Woche sowie die Feste in den Ortsteilen verstetigt oder wie z. B. die Kneipennacht wiederbelebt werden. Aber auch neue Veranstaltungen wie "BÄM – das Festival für Straßenkunst", welches es 2023 erneut geben soll, sollen aufgenommen halten. Ich werde Kunst- und Kulturschaffende zu einem Kulturstammtisch einladen und ihnen ermöglichen, Ideen und Konzepte zu entwickeln und diese in Perleberg umzusetzen. Der Hagen soll als Veranstaltungsort für kleine Kulturveranstaltungen wieder entwickelt werden. Ein Perleberger Kunst- und Kultursommer kann den Rahmen für vielfältige Aktivitäten im Stadtgebiet und in den Ortsteilen bilden.

Das 2015 erarbeitete kommunale Energie- und Klimaschutzkonzept muss mit dem Ziel, eine klimaneutrale Stadt zu sein, überarbeitet werden. Dazu wird es Workshops mit breiter Beteiligung geben. Ich werde eine Diskussion über die praktische Umsetzung der im Solaratlas des Landes für Perleberg aufgezeigten Potenziale für Photovoltaik und Solarthermie anschieben. Im Ergebnis sollte eine Solarstrategie unserer Stadt für Dach- und versiegelte Flächen erarbeitet und dann umgesetzt werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass in der Verwaltung eine Stelle für Energie- und Klimaschutzmanagement geschaffen wird. Mieterstrommodelle oder eine Bürgerwindanlage sind Projekte, denen ich sehr offen gegenüberstehe. Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Energieeffizienz sind permanent zu prüfen.

Daten aus dem Solaratlas (PDF-Download)

Aufgerissener Gehweg mit Leitbaken in Perleberg

Der Ausbau der digitalen Breitband- und LTE-Infrastruktur muss auch in Perleberg weiter vorangetrieben werden. Ich werde mit dem Landkreis und den ausführenden Unternehmen eng zusammenarbeiten, um etwaige Hemmnisse frühzeitig zu erkennen und sie schnellstmöglich beseitigen. Die eingerichteten Hotspots im Stadtgebiet möchte ich erhalten.

Der Tierparkförderverein und die GWG haben in den letzten Jahren einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung des Tierparkes geleistet. Diese Arbeit werde ich voll unterstützen, denn unser Tierpark hat eine Strahlkraft weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus entwickelt. Ich werde mit den Schulen des Landkreises sprechen, wie der Tierpark als Lern- und Erlebnisort weiter etabliert werden kann.

Zwei Kattas im Tierpark Perleberg

Der Bestand der Kleingartenanlagen in der Stadt muss langfristig gesichert werden. Deshalb werde ich dahingehend mit dem Kreisverband der Kleingärtner eine Kleingartenentwicklungskonzeption erarbeiten. Gern möchte ich die Kleingartensparten als Partner im Rahmen der Initiative "Kommune für biologische Vielfalt" gewinnen und Projekte wie eine Streuobstwiese als Bürgergarten und einen Schulgarten anschieben.

Mit meiner Kandidatur und im Falle meiner Wahl biete ich allen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung ausdrücklich eine faire und kollegiale Zusammenarbeit auf Augenhöhe an. Hierzu werde ich regelmäßig zu Gesprächen einladen, um zwischen Verwaltungsführung und Stadtverordnetenversammlung die inhaltliche Zusammenarbeit zu verbessern. Mit Workshops, Werkstattgespräche und Strategiedebatten können Entscheidungen besser vorbereitet werden.

Rathaus Perleberg
Foto: Jürgen Angelow
Thomas Domres steht vor einer Haustür mit dem Schild "Stufe!", die Hand liegt auf der Türklinke

In unserer Verwaltung arbeiten engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wertschätzung, Anerkennung und Bewertungen von Leistungen und Arbeitsergebnissen müssen eine Selbstverständlichkeit werden. Dazu ist eine gründliche Analyse der jetzigen Organisations- und Verwaltungsstruktur notwendig und die Umsetzung entsprechender Schlussfolgerungen. Darüber werde ich mit den Mitarbeitenden, dem Personalrat und der Stadtverordnetenversammlung reden und die nötigen Entscheidungen vorbereiten. Ein weiterer wichtiger Punkt, der mir am Herzen liegt, ist die Stimmung in der Verwaltung und die Förderung der Motivation. Deshalb werde ich Maßnahmen zur Steigerung der Zufriedenheit der Mitarbeitenden ergreifen. Hierzu zählen u. a. eine enge Zusammenarbeit mit dem Personalrat, regelmäßige Personalentwicklungsgespräche, die Evaluierung und Weiterentwicklung der Betriebsvereinbarungen, Führungskräfteseminare, die Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie die Diskussion und entsprechende Schlussfolgerungen aus der Mitarbeiterbefragung. Die Erarbeitung einer Personalentwicklungskonzeption und eine verstärkte Ausbildung sind unabdingbar.

Als Kreisstadt hat Perleberg eine besondere Verantwortung und nimmt Umlandfunktionen wahr. Ich werde eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden pflegen. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Wittenberge kann für beide Städte zum Nutzen sein. Das Kooperative Mittelzentrum oder das TGZ sind nur zwei Beispiele. Dass die Landesgartenschau 2027 nach Wittenberge vergeben wurde, ist eine große Chance für die gesamte Prignitz. Ich kann mir sehr gut ein Außenprojekt der LAGA in Perleberg vorstellen. Darüber werde ich mit dem Wittenberger Bürgermeister reden.

Foto des Deckblatts des Kooperationsvertrags der Städte Perleberg und Wittenberge
Colage aus den Fotos der Ortseingangsschilder der Ortsteile von Perleberg

Dass es die Ortsvorstehrinnen und Ortsvorsteher gibt, ist ein Verdienst meiner Fraktion. Wir haben beharrlich darauf hingearbeitet, dass ein Grundsatzbeschluss gefasst und die Hauptsatzung entsprechend geändert wird. Die Entwicklung der letzten Jahre hat unsere Auffassung bestätigt. Als Bürgermeister werde ich eng mit den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern zusammenarbeiten. Einmal jährlich wird es eine Ortsteilbegehung und eine Einwohnerversammlung geben. Ich werde regelmäßig zu Arbeitsberatungen einladen, an denen auch die Fachbereichsleiter teilnehmen werden, um gemeinsam anstehende Aufgaben zu beraten und verbindliche Verabredungen zu treffen. Wahllokale und Abstimmungen zum Bürgerhaushalt soll es in den Ortsteilen weiterhin geben. Das Ortsteilbudget soll erhalten und Ortsteilfeste, sowie weitere Kulturveranstaltungen unterstützt werden.